25. August 2019

Jössas, es ist Jungfrau-Zeit! Schluss mit den Missverständnissen

Liebe alle,

Jössas, es ist Jungfrau-Zeit und ich habe nichts gepostet. Das geht gegen jede Regel der Korrektheit! Hier im Blog war es in letzter Zeit etwas still weil ich in Wassermann-Sonne-Manier versucht habe nur noch kurz die Welt zu retten und in meinem Leben in allen Winkeln geistig und körperlich herumgedüst bin. Sehr spannende Zeiten in denen wir leben! Ich hätte wie immer tausende Ideen dafür! Gerade in der Jungfrau-Zeit würde ich gerne ins Detail gehen...

Wie dem auch sei, inzwischen ist also die Sonne ins Zeichen der Jungfrau gewandert und da müssen schon ein paar Worte dazu gesagt werden! Ach, die Jungfrau-Betonung im Horoskop. Und die Jungfrau-Zeit - jetzt geht es sozusagen buchstäblich ans Eingemachte.

Ein typischer Dialog zum Thema Jungfrau: „Ich habe jemanden kennengelernt....“„Das ist ja großartig! Und wie ist er/sie so?“„Naja, weißt du, er/sie ist Jungfrau....“„Oh.“

It’s complicated. 

Neben Skorpion und der Skorpion-Betonung in der Radix polarisiert kein anderes Prinzip so sehr wie das der Jungfrau, in natürlicher astrologischer Zuordnung dem sechsten Haus in der Radix zugeordnet sowie dem Planeten Merkur. Viele von uns begegnen dem Prinzip zögerlich und mit Vorsicht (tatsächlich auch der Jungfrau zugeordnet). Daher gebietet es in der Tat diese Zeitqualität, beliebte Vorurteile zu Jungfrau-Geborenen auszuräumen und Verständnis zu schaffen.

Warum "sind Jungfrauen so"?

Nächster Dialog. Jungfrau-Betonter: „Du hast da was.“ Das Gegenüber blickt suchend an sich herab und sieht nichts. „Was?“ Jungfrau-Betonter (stirnrunzelnd) entfernt ein nanogroßes weißes Staubkorn vom weißen Gewand des Gegenüber. 

Jungfrau-PartnerIn bei Kochen: „Wie viel Salz tust du da hinein? Und wie viel Zwiebeln? Ich vertrag’das nicht, das ist ganz schlecht für mich. Überhaupt sind Zwiebeln ungesund. Du solltest da auch deine Lebensmittelallergien testen lassen. Ich habe gelesen....“ Gegenüber würde am liebsten den ganzen Gewürzschrank in den Topf kippen, inklusive Gläsern und Deckeln.  

Photocredit: Unsplash, Ella Olsson

Jungfrau-Kind: „Mama, du musst meine Wäsche einfach liebevoller waschen. Ich hab sie in einen Extra-Waschbeutel gelegt, bitte wasche sie von jetzt an getrennt - wegen eurer Bakterien.“

Jungfrau-Chef: „Also ich würde mir hier in dieser Präsentation noch viel mehr Detail und Akribie erwarten. Das ist derzeit komplett undurchschaubar (Fische) und nicht belegbar (Fische). Außerdem ist der Papierrand auf der vorletzten Seite ganz unten einen Nanometer weit eingerissen, was soll sich der Kunde da denken?“

You get the idea?

Das Jungfrau-Prinzip

Mit Jungfrau assoziieren wir in der negativen Auslebensform Perfektionismus, Nörgelei, Misstrauen, Zögerlichkeit, Kritiksucht und Schwerfälligkeit. Oft scheint es unfassbar schwierig, ihren haushohen Ansprüchen zu entsprechen. Kein Partner, keine Ordnung, kein Gewicht, kein Wetter, keine Situation ist optimal – es ist der große Kummer der Jungfrau, dass im Umfeld (Jungfrau) sich die Bedingungen (Jungfrau) ständig ändern (Wassermann/11. Haus/Uranus) und nie komplett erfassbar (Fische) sind.  

Lasst uns das einmal beobachten und analysieren (Jungfrau).

Das sechste Haus im Horoskop folgt dem fünften Haus, das dem Löwen, der Sonne und der Selbstverwirklichung (link) zugeordnet sind. 

Umweltbedingungen - eine Analogie dazu

Nachdem wir im fünften Haus unseren Ausdruck selbst gestaltet (Sonne) haben, erforschen und erfahren wir im sechsten Haus (Jungfrau), wie und wo wir in die Bedingungen unseres Umfelds (Jungfrau) hineinpassen. 

In der Steinzeit war die Jungfrau quasi derjenige/diejenige in einer Gruppe, der/die permanent am Ausguck der Höhle stand und herumguckte ob der Feind oder der Säbelzahntiger nahte oder ein Tornado. Er beobachtete die Erdbeeren beim Wachsen und kannte die besten Kräuter zur Heilung einer Blutvergiftung. Wer nicht in Windeseile die Umweltbedingungen optimal und sachlich einschätzen konnte, der war auf Gedeih und Verderb dem Tod ausgeliefert!

Und diese Erwägungen begründen Grunde die Art der Umsetzung bei einem Menschen insbesondere mit Jungfrau-Sonne oder Jungfrau-Aszendent: Wie passt das jetzt zu mir? Was passiert mir jetzt? Wie fühle ich mich dabei? Tut mir etwas weh? Wie könnte diese Situation optimal auf mich zugeschnitten sein?

Jungfrau/6. Haus/Jungfrau-Merkur Prinzip

Entsprechend sind dem Jungfrau-Prinzip und dem sechsten Haus die Beobachtung, die (Er)forschung, die (körperliche) Reinheit und Perfektion, die Detailarbeit, die Analyse, die Gesundheit, die Ernährung, die körperliche Absicherung, die Gestaltung des Alltags, das Ausloten („Spähen“) und die Präzision zugeordnet. Die Jungfrau-Zeit ist von 23. August bis 22. September.

Photocredit: Unsplash, Ousa Chea

Gesundheitstechnisch finden wir hier den Darmbereich, in dem alles „verdaut“und an seinen korrekten (Jungfrau-)Platz richtig zugeordnet wird. 

Aus beruflicher Sicht liegen hier sämtliche Arbeiten, die mit Statistiken, Analysen und mechanischer Feinstarbeit zu tun haben, wie beispielsweise wissenschaftliche Forschung, Restauratoren, sämtliche Arbeiten, die einen hohen Grad an Spezialisierung und Nützlichkeit erfordern, Sicherheitsprüfungen, Ernährungswissenschaftler, Umweltschützer, das Versicherungswesen, Pharmazeuten, Kräuterkundige, alles war mit Hygiene und Reinlichkeit zu tun hat, das Bibliothekswesen, das Archiv, Nutztierwesen und Tierärzte (kümmern sich um die Lebewesen in unserem Umfeld = Jungfrau), jede Art von Kritiker, Vermessungstechniker und Finanzbeamte. 

Hier sind die Sachlichkeit, die Nüchternheit und die Zweckmäßigkeit zu Hause. Es wird alles genau analysiert und beobachtet. Die Jungfrau beobachtet einfach alles und das ständig: das Wetter, die optimale Einnahmezeit der Vitamintablette, das neue Fleckchen am Küchenboden, das der Situation entsprechende korrekte Verhalten,....

Daher liebe alle: die Jungfrau-Betonung negativ zu bewerten heißt nur eines: Fühle und nehme ich mein Umfeld in der Art wahr, dass mein Partner und mein Umfeld mich ständig kritisiert, beobachtet und an mir herumnörgelt? Dann wäre es an der Zeit, dass ICH SELBST mich mit den Gegebenheiten meines sechsten Hauses und meiner eigenen Jungfrau-Betonung auseinandersetze. Die Jungfrau-Zeit bietet sich perfekt dafür an.

Was hat es mit der Kritik auf sich?

Die Wahrheit ist: die von mir wahrgenommene Kritik erfolgt als Reaktion auf tiefsten Wunsch der Jungfrau, dass alles quasi der höchstmöglichen Reinheit, Gesundheit und Zweckmäßigkeit entsprechen solle!

Das gilt nicht nur für den eigenen Körper, der mit Akribie, Konzentration und ständiger Vigilanz beobachtet wird wie bei keinem anderen Tierkreiszeichen. Die Jungfrau kriegt in der Sekunde Bauchweh, wenn etwas nicht „stimmt“– die ihr Sie weißt genau, welche Lebensmittel sie nicht „verträgt“ (Jungfrau) - und davon gibt es meistens viele!

Photocredit: Unsplash, Freestock

 Jungfrau-Betonte errechnen die optimale Route zum Urlaubsort, "forschen" vor dem Kauf oft monatelang nach dem sichersten (Jungfrau) Jungwagen (Jungfrau), und studieren akribisch die Sicherheitsmaßnahmen und die besten Preise (Sparsamkeit = Jungfrau! Geiz = negativ gelebter Steinbock/Saturn/10. Haus).

Partner / Kinder / Eltern von Jungfrau-Betonten

Der Partner / die Partnerin und die Kinder sowieso mögen bitte ebenso auf seine/ihre Gesundheit und Gewicht (!) achten, „ordentlich“ (passend) gekleidet sein (schön gekleidet = Waage) um so genau ins eigene Umfeld (= Jungfrau) zu passen. Wenn dem nicht so ist, wird instinktiv analysiert und welche Verbesserungsmaßnahmen passend wären (Jungfrau) und das dann verbalisiert (Merkur) wieso und wie es optimal passen (Jungfrau) könnte. 

Die Jungfrau kritisiert also nicht aus Boshaftigkeit oder Gemeinheit! Erfahrungsgemäß ist sogar genau das Gegenteil der Fall: die Jungfrau möchte oft Menschen, die sie liebt, unterstützen. Das ist ein enorm wichtiges Detail!

Dabei verzettelt (Manuskripte und Berge von Zetteln = Jungfrau) man sich gerne in der Analyse der Problematik und landet nach zwei Stunden bei der Frage: warum reden wir jetzt eigentlich über dieses Thema?

Also nehmt euch mal das Jungfrau-Prinzip und beobachtet (Jungfrau) den Jungfrau-Partner, um ein Gefühl für das Prinzip zu bekommen. Hört euch seine Analysen an. Überprüft mit ihm die Situation. Freut euch, wenn der Jungfrau-betonte Partner für euch kocht, eure Pflanzen pflegt und im Alltag ohne Vorankündigung praktische Dinge erledigt, das ist ein Liebesbeweis!

Photocredit: Unsplash, Salem Bejaoui

Und hier für den Jungfrau-Anteil in uns allen:

Weitere Fragen zum Jungfrau-Prinzip

  • Beobachte ich mein Umfeld und meine Umwelt genau (VOR der Begegnung mit dem Gegenüber im 7. Hause, Waage)? 
  • Wie sehr achte ich auf meine Gesundheit und meinen Körper? 
  • Ist mein Alltag passend für mich (Jungfrau) gestaltet? 
  • Wo kritisiere ich ständig die anderen und nörgele an ihnen herum?
  • Fällt es mir überhaupt auf?
  • Wie zweckmäßig und passend ist mein Verhalten in bestimmten Situationen?
  • Wie pflichtbewusst bin ich?
  • Welche meiner Aufgaben erfordern mehr Überprüfung und Detail?
  • In welchen Belangen bin ich kleinkariert (breite Karomuster am zweckmäßigen Outdoor-Hemd = Jungfrau)?

Jungfrau-Zeit - jetzt geht's los!

Die Jungfrau-Zeit ist also ganz allgemein ein guter Zeitpunkt, um Gegebenheiten zu prüfen, zu analysieren, das eigene Umfeld zu durchforsten und sich auf die Waage-Zeit (gegen Ende September) vorzubereiten, in der dann die Gestaltung nach außen (Waage, siebentes Haus) sichtbar wird. Nicht umsonst erfolgen der Schulanfang (Schule = Jungfrau) und die Ernte jedes Jahr im September in der Jungfrau-Zeit.

Was dem Jungfrau-Prinzip gegenüber steht

Die größte Herausforderung bei starker Jungfrau-Betonung befindet sich (wie immer in der Astrologie im gegenüberliegenden) Zeichen Fische (12. Haus, natürlicher Herrscher Neptun). Die Welt der Gefühle und die Sinnlichkeit des natürlichen zwölften Hauses stehen hier dem Intellekt, der Ratio, der Illusion und der Transzendenz gegenüber. Yoga kann man machen weil es gesund ist (Jungfrau) aber was steckt wirklich dahinter (Fische)?

Manches kann man weder mit Zahlen, Fakten oder Quantenphysik begründen - unglaublich! Dann wird gerne mal etwas geraucht oder über den Durst getrunken (Fische), um das Bewusstsein (ungesund!) zu erweitern (Fische) und die Ratio (Jungfrau-Merkur) zu transzendieren (Fische-Neptun). 

Photocredit: Unsplash, Sara Torda

Fakt ist: wir alle haben alle zwölf Tierkreiszeichen in der Radix und dementsprechend auch ALLE das Jungfrau-Prinzip, das sechste Haus und den Planeten Merkur. Es ist daher nicht zielführend oder nützlich (Jungfrau), sich über die vermeintliche Kritik und Nörgelei des Partners zu kränken! Näheres dazu jederzeit gerne in einer persönlichen astrologischen Beratung! Die Jungfrau-Zeit ist entsprechend ideal für eine Analyse.

Was tun in der Jungfrau-Zeit?

In diesem Sinne wünsche ich euch die nächsten Wochen viel Spaß beim Analysieren, Listen schreiben, Wohnung ausmisten, Schulsachen heranschaffen, Cordhosen flicken, Ernährung zu überprüfen, Tabellen fürs Genug-Wasser-Trinken erstellen und ausfüllen, Versicherungen sichten, Arzttermine für die Kinder für den Schulanfang vereinbaren, die beste Outdoor-Kleidung aussuchen, eure Zettelberge zu sondieren, Gewand reinigen, Bleistifte spitzen, Essiggurkerl einlegen und dem Sichten und Entsorgen aller Arzneimittel im Haus!  

Und ein paar Worte zum Abschluss: Liebe Jungfrau-Betonte, bitte habt Nachsehen mit uns! 🙂

PPS: Jungfrau an die anderen: Reißt´s eich a bissl zaum.

Fortführende Literatur für Interessierte:

Rüdiger Dahlie & Nicolaus Klein: Das senkrechte Weltbild. Allergie Verlag, 5. Auflage, 2010.

Rüdiger Dahlie & Margit Dahlke: Die Lebensprinzipien. Arkana Verlag, 2011.

29. Juli 2019

Sonne und das zwölfte Haus – die Umsetzung des Unbewussten

Liebe alle,

heute wieder mehr zur „angewandten“Astrologie. Ihr fragt euch: wie "sehe ich" die Astrologie im Real Life? Hier werdet ihr kundig. 

Ich dachte mir, ich werde einfach Menschen zu dem was sie lieben und was sie begeistert, interviewen. Zu den Dingen, die sie einzigartig und besonders machen. Durch diese Gespräche wird deutlich ersichtlich, wie die einzigartigen Merkmale aus unserer Geburtsradix nach außen sichtbar werden. Wie denken und empfinden wir? Wozu fühlen wir uns berufen?

Der erste Schwerpunkt ist heute das zwölfte Haus (Bereich im Horoskop).

Astrologische Interviews - wie wir ticken

Dazu freue ich mich auf den österreichischen Sänger und Musiker Peter Dürr. Wer mich persönlich kennt, weiß: Herr D. ist privat mein Herzensmensch und darum ist auch er mein erster Interview-Partner.

Das wunderbare ausdrucksstarke Foto von Peter Dürr (Löwe-Sonne) hat Bernhard Eder, gemacht - vielen Dank! Bernhard Eders Werke findet ihr hier.

Ab sofort schreibe ich die entsprechenden Prinzipien der Astrologie jeweils zum Begriff im Text in Klammer daneben. So entsteht allmählich ein Gefühl für die Zuordnung der Planeten / Zeichen / Häuser entsteht. Das heißt, wenn ihr im Interviewtext zum Beispiel im Text stehen seht  „(Neptun)“, hat das nicht der Interviewpartner an dieser Stelle "Neptun" gesagt sondern es ist die astrologische Entsprechung zu dem, was an dieser Stelle gesagt wurde.

Das zwölfte Haus

Heute geht es bei uns um das zwölfte Haus. Da fangen wir fast schon wieder von hinten in der eigentlichen Reihenfolge der astrologischen Häuser an aber eigentlich auch nicht. Der Widder ist das erste natürliche Haus und davor kommt das Fische-Zeichen mit Neptun - natürlicher Herrscher von Haus 12. Das zwölfte Haus ist ganz eigen - denn es bildet Anfang und Ende des Horoskops gleichzeitig. Das zwölfte Haus steht unter anderem für die Schwangerschaft und den Tod im Sinne der Erlösung (Neptun). 

ZUSAMMENFASSUNG: Der natürliche Herrscherplanet des zwölften Hauses ist der Planet Neptun, das dazugehörige Zeichen ist das Tierkreiszeichen Fische.

Im zwölften Haus geht es um das kollektive Gefühl der Menschheit - hier sollen wir das irdische Dasein „transzendieren“. Das ist ein seltsames Wort: einfach gesagt heißt es: durch Entwicklung der Spiritualität über eigene Ego hinwegkommen“. Unsere Fähigkeiten und Talente aus diesem Haus sollen wir dem Kollektiv zur Verfügung stellen. 

ZUSAMMENFASSUNG: Planeten im zwölften Radixhaus werden dann positiv gelebt, wenn ihre Attribute anderen zur Verfügung gestellt werden. Im Gegensatz steht das sechste Haus (Jungfrau/Merkur), in dem wir uns um das eigene Dasein in unserem Umfeld kümmern sollen.

Schaffen für die Anderen

Das ist schon eine große Herausforderung. Naturgemäß verlangt unser Ego (Sonne) von uns, in erster Linie an uns selbst, unsere eigenen Wünsche und unser eigenes Wohlbefinden zu denken – bei aller Liebe zur Menschheit (Neptun)! Doch wir alle haben ein zwölftes Haus in der Radix. Die darin enthaltenen Talente, Gefühle und angezeigten Aktivitäten sollen wir ALLEN „schenken“ damit es allen besser geht. Man spricht hier auch von der Suche nach „Erlösung“ oder für gläubige Menschen, nach dem Göttlichen. 

Bei der Sonne (Umsetzung, Kreation) im zwölften Haus (Neptun) ist das eine besondere Herausforderung. Der Fokus der Sonne liegt auf der eigenen Persönlichkeit, auf dem Ego/ Ich. Andererseits sollen wir hier Mitgefühl, Mitmenschlichkeit, Hingabe, Achtsamkeit und Vertrauen (alle Neptun) erlernen und das Unbewusste anderen Menschen zugänglich machen. 

Das zwölfte Haus ist dem Element Wasser zugeordnet. Hier liegt der Fokus des Daseins weder auf der Eigenerhaltung, noch auf Paarbeziehungen, noch auf der Selbstverwirklichung für eigene Zwecke. Das zwölfte Haus gilt teilweise nebulös, flüchtig und schwer zu erfassen. Hier finden wir auch Illusionen und Täuschungen - erfahren wir über eine Täuschung, werden wir "ent-täuscht".

Das Ego transzendieren

Transzendenz zu erfahren kann für Horoskopeigner mit natürlich stark „Ich“-geprägter Betonung  - wie zum Beispiel starken Widder-, Löwe- oder Schütze-Themen (alle drei dem Element Feuer zugeordnet) eine besonders fordernde Aufgabe sein. Für andere "zu tun", fühlt sich womöglich stark im Widerspruch zu ihrer natürlichen Veranlagung an - andererseits prädestiniert sie ihre brennende Aktivität dazu.

Das zwölfte Haus – das Urmeer

Ein schöner symbolischer Vergleich für die Bühne, die das zwölfte Haus darstellt, ist das Bild des Urmeers oder das kollektive Unbewusstsein nach Carl Gustav Jung. Das zwölfte Haus enthält die geistigen Inhalte, die alle Menschen teilen – das geistige und seelische Erbe aller Zeiten, alle Archetypen und Bilder, die wir unbewusst erkennen.

Es ist quasi die Ursuppe, aus der wir alle kommen und in die wir alle zurückkehren, der Anfang und das Ende aller Dinge. Auch der Schlaf und die Träume werden dem zwölften Haus zugeordnet – diese öffnen uns den Zugang zum Unbewussten. 

Alles im zwölfte Haus liegt VOR dem Ursprung, das heißt, es ist nicht greifbar – flüchtig, nicht sichtbar, nicht konkret oder greifbar – hier findet sich die Musik (Neptun), der Gesang - flüchtige Worte (Merkur-Neptun, „flüchtige Bilder“wie Momentaufnahmen bei der Fotografie oder der Ausdruckstanz sowie Schall und Rauch.

Weiters geht es um Dienste aller Art für andere Menschen wie verbale Vermittlung von Lehrinhalten (auch Saturn-Merkur), Unterstützung, Seelsorge, Heilung, Hilfeleistungen (alle Neptun). Die unbewussten Themen der Menschheit (Kollektiv) sind im zwölften Haus zu finden und durch die Umsetzung (Sonne) im zwölften Haus sollen diese Inhalte in die Erscheinung getrieben werden – also für die Menschheit erfahrbar und spürbar gemacht. 

Das Unsichtbare erlebbar machen

Außerdem sind dem zwölften Haus Orte der Einkehr und der Heilung zugeordnet, wie Klöster und Krankenhäuser sowie Schwimmbäder, die Chemie, Berufe wie Künstler, Seefahrer, Kranlenker, Spirituosenhändler und Nachtlokalbesitzer (Berufe außerhalb oder abseits der „Norm“), das Nebulöse, das Unerklärliche, das Einsiedlertum, Meditation und Sportarten wie Yoga, fernöstliche Kampfkunst oder Tauchen (Mars-Neptun). Hier geht es um „Kämpfen ohne zu siegen“. 

Negatives Ausleben von 12-Haus Themen kann zum Beispiel in Isolation, Arbeitslosigkeit, Antriebslosigkeit, Einsamkeit oder in Süchten und Suchterkrankungen nach außen sichtbar werden.

Photocredit: Bild von Leandro De Carvalho from Pixabay

Was im Argen liegt - das zwölfte Haus als Symbol

Angesichts der verschmutzten Weltmeere und den Unmengen an Plastik ist das Unbewusstsein der Menschheit (12. Haus) womöglich sinnbildlich durch die Flut an Informationen (Zwillings-Merkur) und Konsumgütern (Stier) am Limit. Wir schaffen es kaum noch, uns auf das Wesentliche zu besinnen und Ideen oder Gedanken aus dem großen Ganzen (12. Haus) zu schöpfen weil wir uns „zumüllen".

Das ist der Nachteil des Handy-Zeitalters (Wassermann/Uranus). Der technische Fortschritt kommt im zwölften Haus (Wassermann/Uranus) zum Ursprung (Wassermann). Dank des Prinzips der Polarität (Wassermann) wird alles Gute und Schlechte aus dem Urmeer "an Land" gespült. (Zur Polarität werde ich noch schreiben.)

(Photocredit: Cristian Palmer auf Unsplash)

Nun aber zu unserem astrologischen Interview. Peter Dürr ist Sänger und hat die Sonne im zwölften Haus im Löwen. Er setzt seine Lebensfreude und Schaffenskraft (Sonne) für die anderen Menschen (12. Haus) ein, in dem er auf der Bühne (Sonne im Löwen) das Unbewusste durch Gesang (Neptun) vermittelt.

Die Umsetzung des Unbewussten - Interview mit Peter Dürr

Sternkundig: Peter, du bist Musiker – Sänger. Wolltest du schon immer Sänger werden?

Peter: Nein, bis zu meinem 16. Lebensjahr wusste ich gar nicht was ich werden wollte. Dann ab 16 wollte ich Sänger werden, das lag aber noch in weiter Ferne. Ich stand mit 16 zum ersten Mal auf der Bühne. Da empfand ich zum ersten Mal, eigentlich völlig unvorbereitet, dieses Gefühl, diese Mischung aus Angst, Überwindung und Befriedigung wenn man vor Menschen auf der Bühne steht. 

Sternkundig: Wie fühlst du dich während du singst? 

Peter: Das Gefühl in mir ist eigentlich immer das gleiche – es ist schwer zu beschreiben (Neptun). Einerseits fühle ich mich ganz mit mir allein und im reinen. Andererseits bin ich sehr verbunden mit den Mitmusizierenden und mit dem Publikum. Das Empfinden der Zusammengehörigkeit (12. Haus) ist mein Ziel. 

Sternkundig: Worüber singst am liebsten?

Peter: Das ist während des Singens (Neptun) eigentlich nebensächlich. Es geht mir um das Gefühl (Neptun) während des Singens, nicht um die Hirnlastigkeit. Das Wort fügt sich in diie Musik und steht nicht alleine im Vordergrund. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Worte und die Botschaft gleichgültig sind. Ich muss mit den Inhalten, die ich vermittle schon einverstanden sein. Das ist aber eher eine Sache, mit der man sich bei Erarbeitung beschäftigt. Auf der Bühne (Löwe) rufe ich dann unbewusst (Neptun) das Gefühl für die Worte, die ich während der Vorbereitung erarbeitet habe, auf einer anderen Ebene ab. Der Gesang muss dann aus dem Bauch heraus kommen. 

Sternkundig: Singst du am liebsten alleine oder würdest du auch in einer Gesangsgruppe singen?

Peter: Ich singe natürlich am liebsten alleine weil ich mir über die Jahre ein Gefühl des Frontmans aufgebaut habe, das mich in den Mittelpunkt stellt (Sonne im Löwen). Das bedeutet nicht, dass es im Kollektiv (12. Haus) nicht auch sehr schön und erfüllend sein kann, vorausgesetzt ich habe die zwischendurch auch die Möglichkeit, alleine zu glänzen (Sonne im Löwen). Reine Chorjobs als Background Vocals kämen für mich nicht in Frage. 

Sternkundig: Hast du ein Vorbild und warum?

Peter: Jeden Sänger, den ich spüren kann (Neptun). Es gab mitunter Sänger in der Geschichte des Rock’n Roll, die nicht das begnadete Intonationsvermögen hatten. Entweder ist etwas technisch so gut transportiert, dass es mich trifft oder energetisch so intensiv, dass es dieses  Hungergefühl in mir als Zuhörer, dieses völlig freie Rock’n Roll ohne interpretatorische Normen, stillt (12. Haus). 

Unstillbares Verlangen

Sternkundig: Was möchtest du den Menschen, die dir zuhören, vermitteln?

Peter: Genau dieses Gefühl, das ich habe, das ich als Zuhörer habe – bei vollem Einsatz. Es ist immer der in der Situation maximal mögliche Energieaufwand drinnen. Ich habe das unstillbare Verlangen (Neptun), musikalisch immer alles für das Publikum und mich „herauszuholen“ (12. Haus).

Sternkundig: Kannst du dir ein Leben vorstellen ohne Musik zu machen?

Peter: Nein. Die Musik ist ein wichtiger Baustein meines Seins, aber nicht der einzige. Ich habe nicht das Bedürfnis, mich ausschließlich über das Musik machen zu definieren. Dafür gibt es auch viel zu viel andere schöne Dinge im Leben. Dennoch wird nach einer gewissen Zeit der Drang auf die Bühne zu gehen (Sonne im Löwen) wieder wahnsinnig stark.

Sternkundig: Wo möchtest du mit der Musik eigentlich "hin"?

Peter: Ich möchte genau auf den schmalen Grat, der zwischen Erfolg und „man selbst bleiben“gezogen ist. Sobald ich Musik machen würde, die ausschließlich dafür konzipiert ist, breiten Massengeschmack zu bedienen und viel Geld zu verdienen und diese Gefühle beim Singen nicht mehr zulassen könnte, würde es für mich nicht funktionieren (Sonne im 12. Haus) Mit dieser Energie möglichst viele Menschen zu erreichen ist das Ziel – dieser schmale Grat. 

Sternkundig: Zum Abschluss - was denkst du über die Astrologie?

Peter: Bis vor zweieinhalb Jahren wusste ich nicht sonderlich viel darüber, abgesehen davon, dass es Sternzeichen und Aszendenten gibt. Da ich durch dich immer wieder mit Astrologie in Berührung komme, ist mir klar geworden, dass es nichts mit Kaffeesudlesen zu tun hat. Es sind jahrtausendealte Beobachtungen und ich erlebe anhand kleiner Beispiele, dass diese astrologischen Konzepte bei richtiger Deutung oder Anwendung sehr schlüssig und nachvollziehbar erscheinen (Neptun).

Sternkundig: Vielen Dank für das Interview! 

Peter: Gerne.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenbeginn!

Photocredit: Bild von DarkWorkX from Pixabay

27. Juni 2019

Willkommen bei Sternkundig!

Liebe alle,
nach gefühlten tausend Jahren ist es so weit und ich darf meine Gedanken und Ideen zur Astrologie mit euch in meinem Blog auf Sternkundig Astrologie teilen – endlich! Ihr wisst ja wie das ist, es passiert so viel und ständig und ich muss noch tausend Mails checken - aber jetzt ist es soweit. 

Was ich mir wünsche

In diesem Blog möchte ich euch die Welt der Astrologie näher bringen und den Platz zu schaffen, der ihr gebührt. Ich schreibe absichtlich "Platz" und nicht "Raum", denn für mich ist ein Platz nach oben offen und ein Raum nicht. Diejenigen von euch, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich davon überzeugt bin, dass die Astrologie ein faszinierendes und unerschöpfliches Instrument ist, um den Alltag, ja das ganze Leben, einfacher und harmonischer zu gestalten.

Sternkundig Blog - Kleine Sternchen*

Mein Sternkundig Blog heißt ja "Asterisken". Wikipedia definiert Asterisken als "Sternchen als Hinweis auf eine Fußnote bzw. als Kennzeichnung von erschlossenen, nicht belegten Wortformen". Kurze und leicht verständliche Informationen rund um den astrologischen Kosmos - die möchte ich euch bieten, so oft es geht.

Auf unkonventionelle Art über allerlei Kurioses und Erstaunliches betreffend Himmel und Erde schreiben. Um die Astrologie ranken sich Märchen, Mythen und Missverständnisse. Es gibt unendlich viel gemeinsam zu entdecken! Also schaut doch regelmäßig hier im Blog vorbei - und wundert euch nicht über den seltsamen, holprigen Schreibstil - die Suchmaschinenoptimierung lässt grüßen und ich möchte so viele Menschen wie möglich erreichen.

Du bist was? Astrologin? Na echt jetzt?

Fangen wir doch sogleich mit meinen fünf Lieblingsfragen, Aussagen und Halbthesen zur Astrologie an. Gleich Maulwürfen aus ihren Löchern tauchen diese Fragen immer wieder in Gesprächen auf. Sie zeigen die Sichtweise der Öffentlichkeit über AstrologInnen und die Astrologie - und das möchte ich ändern.

Du bist Astrologin? Kannst du mir sagen, wann ich endlich einen g’scheiten Mann kennenlernen werde? 

Wann kommt der Märchenprinz? Partnersuche und Partnerschaft sind Themen, die wirklich in so gut wie jeder astrologischen Beratung als Teil des „Anliegens“ angefragt werden. Das Anliegen ist übrigens die Bezeichnung für das Thema einer astrologischen Beratung - also die Hauptfrage, um die sich die Beratung dreht.

Wie mit allem im Leben verhält es sich auch bei der Partnersuche so, dass der zur Lebenssituation passende Partner zum richtigen Zeitpunkt auf der Bildfläche erscheint. Eine konkrete Aussage zu Datum und Uhrzeit dieses Zeitpunkts wird euch kein seriöser Astrologe machen, denn wir sind keine Kaffeesudleser.

Hingegen kann man aber in einer astrologischen Beratung verblüffend gut ausarbeiten, warum noch kein Partner auf der Bildfläche „erschienen“ ist oder wo die Probleme in einer bereits bestehenden Partnerschaft wurzeln.  Ja, wirklich wahr!

Du bist Astrologin? Also irgendwie glaube ich schon daran – weil das Horoskop in der Zeitung manchmal stimmt.

Leider nur in der Zeitung sind sie uns allen erhalten geblieben: die „Ruinen“ der Astrologie, die ihre Blüte in Europa im späten Mittelalter hatte. Zeitungshoroskope in diversen Boulevard-Blättern werden gerne von vielen LeserInnen zumindest überflogen. Es ist ja auch interessant, von wie vielen Menschen die Astrologie als "Glaubensfrage" interpretiert wird - wie eine Religion.

Tatsächlich sind diese kleinen Barnum-Aussagen in den Zeitungshoroskopen computergeneriert und bieten nur zweifelhaften Unterhaltungswert. Sie haben tatsächlich nichts mit der Astrologie gemein. Die wahren Schätze der Astrologie können wir alle in unseren Alltag integrieren. Aller Anfang dazu liegt nicht in den Horoskopen der Kronen-Zeitung, sondern einfach in der Beobachtung, was um uns herum passiert. (Zu den Themen Beobachtung und Wahrnehmung werdet ihr hier noch eine Menge lesen.)

Du bist Astrologin?  Ich bin Schütze und mein Freund ist Krebs. Ich hab gehört das passt eh nicht zusammen – stimmt das? 

Das häufigste Szenario überhaupt: ich erzähle, dass ich Astrologin bin und mein Gegenüber sagt: „Super, ich bin im Sternzeichen Schütze! Die sollen ja stürmisch sein – aber was heißt das genau? Mein Freund ist Krebs, der soll angeblich sanfter sein, ist er aber überhaupt nicht. Heißt das, wir passen nicht zusammen?“

Was das genau heißt? Es heißt genau, dass wir ungefähr so viel über den Menschen mit Sonnenzeichen Schütze wissen, als hätte er mir gesagt, er fährt einen Golf und der Freund einen Minivan. Also sehr wenig! Ein astrologischer Partnervergleich würde hier aufschlußreich sein - und den kann man nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Partneranliegen können ebenfalls im Zuge einer astrologischen Beratung bearbeitet werden - das Einverständnis beider Partner vorausgesetzt.

Und genau solche Missverständnisse sind perfekt als Themen für den Sternkundig Blog. Ich möchte darüber schreiben, was uns die Astrologie alles bietet, nämlich so viel mehr als Mutmaßungen über die einzelnen Sonnenzeichen und ihre vermeintlichen Attribute. Ich möchte mit dem Halbwissen über die Astrologie aufräumen und zeigen, wie viel Schönes, Buntes und Einzigartiges in jedem von uns darauf wartet, dass wir es in unseren Leben zum Vorschein bringen. 

Du bist Astrologin? Das hätte ich mir jetzt nicht gedacht, dass jemand wie du aus einer Familie von Wissenschaftlern an so einen Blödsinn glaubt. 

Ich komme aus einer großen Familie, in der Naturwissenschaftler und Ärzte seit mehreren Generationen prominent in der Mehrzahl vertreten sind. Da habe ich einen schweren Stand, andererseits ist es großartig weil es viel Platz für Diskussionen gibt.

Dann gibt es noch die harten Gegner. Richtige Astrologiegegner stellen die Astrologie gerne als esoterisches Feindbild der Naturwissenschaften hin, dass sie mit Gift und Galle bekämpfen. Weltweit werden auch seriöse AstrologInnen mit undurchsichtigen Kartenlegern, Hellsehern, Kaffeesudlesern und Gurus aus dem Shopping-Kanal im Fernsehen in einen Topf geworfen.

Meine Beobachtung: die meisten Astrologiegegner haben sich nicht einmal mit den grundlegendsten Ansätzen der Materie beschäftigt, geschweige denn die Astrologie im Detail studiert. Ich hingegen diskutiere gerne auf Augenhöhe mit anderen, die sich informiert haben. Offenheit und Intuition, die ebenfalls wichtige Bestandteile der Astrologie sind, werden verhöhnt und unter den Teppich gekehrt. Ich lade solche Gegner gerne zu fundierten Diskussionen ein, nachdem sie sich zumindest in den Grundzügen mit der Astrologie beschäftigt haben - nur lehnen das die meisten mangels wirklichem Interesse an einer fundierten Diskussion ab.

Mein Gegenbeispiel: Ich habe zum Beispiel betreffend den Tennissport keinerlei Kenntnisse. Null. Nada. Ich weiß weder woher der Sport kommt, wer gut spielt, wie gespielt wird oder welche Regeln gelten. Daher diskutiere ich nicht mit Menschen, die sich auskennen, über Tennis. Aber an die Tennisexperten hier: natürlich werde ich mich melden sobald ich mich in die Materie eingelesen habe. 🙂

Die wenigsten Menschen wissen, dass die Werkzeuge der Astrologie in fast allen Bereichen des Lebens unterstützend eingesetzt werden können - in der Pschychologie, der Alltagsgestaltung, der Immobiliensuche, der Reiseplanung, und vielen mehr. Werdet ihr lesen.

Du bist Astrologin? Aha, und wozu soll das gut sein? Schaust du da in deine Glaskugel oder was? 

Nö. Obwohl das echt cool wäre....ich sehe da einen schwarzhaarigen Mann im September in dein Leben treten....dann könnte ich bedeutsam mit den Händen wacheln....also so eine Glaskugel wäre auch sehr stylish am Schreibtisch. Spaß beiseite.

Wie arbeiten AstrologInnen tatsächlich? Ich berechne die Planetenstände zur exakten Stunde der Geburt eines Klienten oder einer Klientin an seinem oder ihrem Geburtsort. Früher wurde das händisch gerechnet, heutzutage haben wir dafür großartige Software. Ich persönlich verwendet das Programm Sarastro von Peter Fraiss, bei dem ich auch meine Ausbildung zur Diplomastrologin gemacht habe.

Die Planetenstände werden als Bild angezeigt. Dieses Bild nennt der Astrologe die „Geburtsradix“, im Volksmund sagt man vereinfacht „Horoskop“ dazu. So sieht das Horoskop der "Geburt" dieses Blogbeitrags aus (erstellt mit Sarastro Software):

Wir können für jedes Ereignis Horoskope ausrechnen – für Geburten, Veranstaltungen, Begegnungen, sogar für jeden Planeten in einer Radix. Wir können Horoskope von Menschen vergleichen, das Horoskop eines Ereignisses einem Menschen gegenüberstellen, Gruppenhoroskope errechnen – es ist ein unerschöpfliches Thema (zu dem ich hier noch viel schreiben werde). 

Ich freue mich auf eure Ideen und Anregungen für den Sternkundig Blog. Eure persönliche astrologische Beratung könnt ihr hier buchen!

(Photocredit: Kristopher Roller, Unsplash)

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