25. August 2019

Jössas, es ist Jungfrau-Zeit! Schluss mit den Missverständnissen

Liebe alle,

Jössas, es ist Jungfrau-Zeit und ich habe nichts gepostet. Das geht gegen jede Regel der Korrektheit! Hier im Blog war es in letzter Zeit etwas still weil ich in Wassermann-Sonne-Manier versucht habe nur noch kurz die Welt zu retten und in meinem Leben in allen Winkeln geistig und körperlich herumgedüst bin. Sehr spannende Zeiten in denen wir leben! Ich hätte wie immer tausende Ideen dafür! Gerade in der Jungfrau-Zeit würde ich gerne ins Detail gehen...

Wie dem auch sei, inzwischen ist also die Sonne ins Zeichen der Jungfrau gewandert und da müssen schon ein paar Worte dazu gesagt werden! Ach, die Jungfrau-Betonung im Horoskop. Und die Jungfrau-Zeit - jetzt geht es sozusagen buchstäblich ans Eingemachte.

Ein typischer Dialog zum Thema Jungfrau: „Ich habe jemanden kennengelernt....“„Das ist ja großartig! Und wie ist er/sie so?“„Naja, weißt du, er/sie ist Jungfrau....“„Oh.“

It’s complicated. 

Neben Skorpion und der Skorpion-Betonung in der Radix polarisiert kein anderes Prinzip so sehr wie das der Jungfrau, in natürlicher astrologischer Zuordnung dem sechsten Haus in der Radix zugeordnet sowie dem Planeten Merkur. Viele von uns begegnen dem Prinzip zögerlich und mit Vorsicht (tatsächlich auch der Jungfrau zugeordnet). Daher gebietet es in der Tat diese Zeitqualität, beliebte Vorurteile zu Jungfrau-Geborenen auszuräumen und Verständnis zu schaffen.

Warum "sind Jungfrauen so"?

Nächster Dialog. Jungfrau-Betonter: „Du hast da was.“ Das Gegenüber blickt suchend an sich herab und sieht nichts. „Was?“ Jungfrau-Betonter (stirnrunzelnd) entfernt ein nanogroßes weißes Staubkorn vom weißen Gewand des Gegenüber. 

Jungfrau-PartnerIn bei Kochen: „Wie viel Salz tust du da hinein? Und wie viel Zwiebeln? Ich vertrag’das nicht, das ist ganz schlecht für mich. Überhaupt sind Zwiebeln ungesund. Du solltest da auch deine Lebensmittelallergien testen lassen. Ich habe gelesen....“ Gegenüber würde am liebsten den ganzen Gewürzschrank in den Topf kippen, inklusive Gläsern und Deckeln.  

Photocredit: Unsplash, Ella Olsson

Jungfrau-Kind: „Mama, du musst meine Wäsche einfach liebevoller waschen. Ich hab sie in einen Extra-Waschbeutel gelegt, bitte wasche sie von jetzt an getrennt - wegen eurer Bakterien.“

Jungfrau-Chef: „Also ich würde mir hier in dieser Präsentation noch viel mehr Detail und Akribie erwarten. Das ist derzeit komplett undurchschaubar (Fische) und nicht belegbar (Fische). Außerdem ist der Papierrand auf der vorletzten Seite ganz unten einen Nanometer weit eingerissen, was soll sich der Kunde da denken?“

You get the idea?

Das Jungfrau-Prinzip

Mit Jungfrau assoziieren wir in der negativen Auslebensform Perfektionismus, Nörgelei, Misstrauen, Zögerlichkeit, Kritiksucht und Schwerfälligkeit. Oft scheint es unfassbar schwierig, ihren haushohen Ansprüchen zu entsprechen. Kein Partner, keine Ordnung, kein Gewicht, kein Wetter, keine Situation ist optimal – es ist der große Kummer der Jungfrau, dass im Umfeld (Jungfrau) sich die Bedingungen (Jungfrau) ständig ändern (Wassermann/11. Haus/Uranus) und nie komplett erfassbar (Fische) sind.  

Lasst uns das einmal beobachten und analysieren (Jungfrau).

Das sechste Haus im Horoskop folgt dem fünften Haus, das dem Löwen, der Sonne und der Selbstverwirklichung (link) zugeordnet sind. 

Umweltbedingungen - eine Analogie dazu

Nachdem wir im fünften Haus unseren Ausdruck selbst gestaltet (Sonne) haben, erforschen und erfahren wir im sechsten Haus (Jungfrau), wie und wo wir in die Bedingungen unseres Umfelds (Jungfrau) hineinpassen. 

In der Steinzeit war die Jungfrau quasi derjenige/diejenige in einer Gruppe, der/die permanent am Ausguck der Höhle stand und herumguckte ob der Feind oder der Säbelzahntiger nahte oder ein Tornado. Er beobachtete die Erdbeeren beim Wachsen und kannte die besten Kräuter zur Heilung einer Blutvergiftung. Wer nicht in Windeseile die Umweltbedingungen optimal und sachlich einschätzen konnte, der war auf Gedeih und Verderb dem Tod ausgeliefert!

Und diese Erwägungen begründen Grunde die Art der Umsetzung bei einem Menschen insbesondere mit Jungfrau-Sonne oder Jungfrau-Aszendent: Wie passt das jetzt zu mir? Was passiert mir jetzt? Wie fühle ich mich dabei? Tut mir etwas weh? Wie könnte diese Situation optimal auf mich zugeschnitten sein?

Jungfrau/6. Haus/Jungfrau-Merkur Prinzip

Entsprechend sind dem Jungfrau-Prinzip und dem sechsten Haus die Beobachtung, die (Er)forschung, die (körperliche) Reinheit und Perfektion, die Detailarbeit, die Analyse, die Gesundheit, die Ernährung, die körperliche Absicherung, die Gestaltung des Alltags, das Ausloten („Spähen“) und die Präzision zugeordnet. Die Jungfrau-Zeit ist von 23. August bis 22. September.

Photocredit: Unsplash, Ousa Chea

Gesundheitstechnisch finden wir hier den Darmbereich, in dem alles „verdaut“und an seinen korrekten (Jungfrau-)Platz richtig zugeordnet wird. 

Aus beruflicher Sicht liegen hier sämtliche Arbeiten, die mit Statistiken, Analysen und mechanischer Feinstarbeit zu tun haben, wie beispielsweise wissenschaftliche Forschung, Restauratoren, sämtliche Arbeiten, die einen hohen Grad an Spezialisierung und Nützlichkeit erfordern, Sicherheitsprüfungen, Ernährungswissenschaftler, Umweltschützer, das Versicherungswesen, Pharmazeuten, Kräuterkundige, alles war mit Hygiene und Reinlichkeit zu tun hat, das Bibliothekswesen, das Archiv, Nutztierwesen und Tierärzte (kümmern sich um die Lebewesen in unserem Umfeld = Jungfrau), jede Art von Kritiker, Vermessungstechniker und Finanzbeamte. 

Hier sind die Sachlichkeit, die Nüchternheit und die Zweckmäßigkeit zu Hause. Es wird alles genau analysiert und beobachtet. Die Jungfrau beobachtet einfach alles und das ständig: das Wetter, die optimale Einnahmezeit der Vitamintablette, das neue Fleckchen am Küchenboden, das der Situation entsprechende korrekte Verhalten,....

Daher liebe alle: die Jungfrau-Betonung negativ zu bewerten heißt nur eines: Fühle und nehme ich mein Umfeld in der Art wahr, dass mein Partner und mein Umfeld mich ständig kritisiert, beobachtet und an mir herumnörgelt? Dann wäre es an der Zeit, dass ICH SELBST mich mit den Gegebenheiten meines sechsten Hauses und meiner eigenen Jungfrau-Betonung auseinandersetze. Die Jungfrau-Zeit bietet sich perfekt dafür an.

Was hat es mit der Kritik auf sich?

Die Wahrheit ist: die von mir wahrgenommene Kritik erfolgt als Reaktion auf tiefsten Wunsch der Jungfrau, dass alles quasi der höchstmöglichen Reinheit, Gesundheit und Zweckmäßigkeit entsprechen solle!

Das gilt nicht nur für den eigenen Körper, der mit Akribie, Konzentration und ständiger Vigilanz beobachtet wird wie bei keinem anderen Tierkreiszeichen. Die Jungfrau kriegt in der Sekunde Bauchweh, wenn etwas nicht „stimmt“– die ihr Sie weißt genau, welche Lebensmittel sie nicht „verträgt“ (Jungfrau) - und davon gibt es meistens viele!

Photocredit: Unsplash, Freestock

 Jungfrau-Betonte errechnen die optimale Route zum Urlaubsort, "forschen" vor dem Kauf oft monatelang nach dem sichersten (Jungfrau) Jungwagen (Jungfrau), und studieren akribisch die Sicherheitsmaßnahmen und die besten Preise (Sparsamkeit = Jungfrau! Geiz = negativ gelebter Steinbock/Saturn/10. Haus).

Partner / Kinder / Eltern von Jungfrau-Betonten

Der Partner / die Partnerin und die Kinder sowieso mögen bitte ebenso auf seine/ihre Gesundheit und Gewicht (!) achten, „ordentlich“ (passend) gekleidet sein (schön gekleidet = Waage) um so genau ins eigene Umfeld (= Jungfrau) zu passen. Wenn dem nicht so ist, wird instinktiv analysiert und welche Verbesserungsmaßnahmen passend wären (Jungfrau) und das dann verbalisiert (Merkur) wieso und wie es optimal passen (Jungfrau) könnte. 

Die Jungfrau kritisiert also nicht aus Boshaftigkeit oder Gemeinheit! Erfahrungsgemäß ist sogar genau das Gegenteil der Fall: die Jungfrau möchte oft Menschen, die sie liebt, unterstützen. Das ist ein enorm wichtiges Detail!

Dabei verzettelt (Manuskripte und Berge von Zetteln = Jungfrau) man sich gerne in der Analyse der Problematik und landet nach zwei Stunden bei der Frage: warum reden wir jetzt eigentlich über dieses Thema?

Also nehmt euch mal das Jungfrau-Prinzip und beobachtet (Jungfrau) den Jungfrau-Partner, um ein Gefühl für das Prinzip zu bekommen. Hört euch seine Analysen an. Überprüft mit ihm die Situation. Freut euch, wenn der Jungfrau-betonte Partner für euch kocht, eure Pflanzen pflegt und im Alltag ohne Vorankündigung praktische Dinge erledigt, das ist ein Liebesbeweis!

Photocredit: Unsplash, Salem Bejaoui

Und hier für den Jungfrau-Anteil in uns allen:

Weitere Fragen zum Jungfrau-Prinzip

  • Beobachte ich mein Umfeld und meine Umwelt genau (VOR der Begegnung mit dem Gegenüber im 7. Hause, Waage)? 
  • Wie sehr achte ich auf meine Gesundheit und meinen Körper? 
  • Ist mein Alltag passend für mich (Jungfrau) gestaltet? 
  • Wo kritisiere ich ständig die anderen und nörgele an ihnen herum?
  • Fällt es mir überhaupt auf?
  • Wie zweckmäßig und passend ist mein Verhalten in bestimmten Situationen?
  • Wie pflichtbewusst bin ich?
  • Welche meiner Aufgaben erfordern mehr Überprüfung und Detail?
  • In welchen Belangen bin ich kleinkariert (breite Karomuster am zweckmäßigen Outdoor-Hemd = Jungfrau)?

Jungfrau-Zeit - jetzt geht's los!

Die Jungfrau-Zeit ist also ganz allgemein ein guter Zeitpunkt, um Gegebenheiten zu prüfen, zu analysieren, das eigene Umfeld zu durchforsten und sich auf die Waage-Zeit (gegen Ende September) vorzubereiten, in der dann die Gestaltung nach außen (Waage, siebentes Haus) sichtbar wird. Nicht umsonst erfolgen der Schulanfang (Schule = Jungfrau) und die Ernte jedes Jahr im September in der Jungfrau-Zeit.

Was dem Jungfrau-Prinzip gegenüber steht

Die größte Herausforderung bei starker Jungfrau-Betonung befindet sich (wie immer in der Astrologie im gegenüberliegenden) Zeichen Fische (12. Haus, natürlicher Herrscher Neptun). Die Welt der Gefühle und die Sinnlichkeit des natürlichen zwölften Hauses stehen hier dem Intellekt, der Ratio, der Illusion und der Transzendenz gegenüber. Yoga kann man machen weil es gesund ist (Jungfrau) aber was steckt wirklich dahinter (Fische)?

Manches kann man weder mit Zahlen, Fakten oder Quantenphysik begründen - unglaublich! Dann wird gerne mal etwas geraucht oder über den Durst getrunken (Fische), um das Bewusstsein (ungesund!) zu erweitern (Fische) und die Ratio (Jungfrau-Merkur) zu transzendieren (Fische-Neptun). 

Photocredit: Unsplash, Sara Torda

Fakt ist: wir alle haben alle zwölf Tierkreiszeichen in der Radix und dementsprechend auch ALLE das Jungfrau-Prinzip, das sechste Haus und den Planeten Merkur. Es ist daher nicht zielführend oder nützlich (Jungfrau), sich über die vermeintliche Kritik und Nörgelei des Partners zu kränken! Näheres dazu jederzeit gerne in einer persönlichen astrologischen Beratung! Die Jungfrau-Zeit ist entsprechend ideal für eine Analyse.

Was tun in der Jungfrau-Zeit?

In diesem Sinne wünsche ich euch die nächsten Wochen viel Spaß beim Analysieren, Listen schreiben, Wohnung ausmisten, Schulsachen heranschaffen, Cordhosen flicken, Ernährung zu überprüfen, Tabellen fürs Genug-Wasser-Trinken erstellen und ausfüllen, Versicherungen sichten, Arzttermine für die Kinder für den Schulanfang vereinbaren, die beste Outdoor-Kleidung aussuchen, eure Zettelberge zu sondieren, Gewand reinigen, Bleistifte spitzen, Essiggurkerl einlegen und dem Sichten und Entsorgen aller Arzneimittel im Haus!  

Und ein paar Worte zum Abschluss: Liebe Jungfrau-Betonte, bitte habt Nachsehen mit uns! 🙂

PPS: Jungfrau an die anderen: Reißt´s eich a bissl zaum.

Fortführende Literatur für Interessierte:

Rüdiger Dahlie & Nicolaus Klein: Das senkrechte Weltbild. Allergie Verlag, 5. Auflage, 2010.

Rüdiger Dahlie & Margit Dahlke: Die Lebensprinzipien. Arkana Verlag, 2011.

29. Juli 2019

Sonne und das zwölfte Haus – die Umsetzung des Unbewussten

Liebe alle,

heute wieder mehr zur „angewandten“Astrologie. Ihr fragt euch: wie "sehe ich" die Astrologie im Real Life? Hier werdet ihr kundig. 

Ich dachte mir, ich werde einfach Menschen zu dem was sie lieben und was sie begeistert, interviewen. Zu den Dingen, die sie einzigartig und besonders machen. Durch diese Gespräche wird deutlich ersichtlich, wie die einzigartigen Merkmale aus unserer Geburtsradix nach außen sichtbar werden. Wie denken und empfinden wir? Wozu fühlen wir uns berufen?

Der erste Schwerpunkt ist heute das zwölfte Haus (Bereich im Horoskop).

Astrologische Interviews - wie wir ticken

Dazu freue ich mich auf den österreichischen Sänger und Musiker Peter Dürr. Wer mich persönlich kennt, weiß: Herr D. ist privat mein Herzensmensch und darum ist auch er mein erster Interview-Partner.

Das wunderbare ausdrucksstarke Foto von Peter Dürr (Löwe-Sonne) hat Bernhard Eder, gemacht - vielen Dank! Bernhard Eders Werke findet ihr hier.

Ab sofort schreibe ich die entsprechenden Prinzipien der Astrologie jeweils zum Begriff im Text in Klammer daneben. So entsteht allmählich ein Gefühl für die Zuordnung der Planeten / Zeichen / Häuser entsteht. Das heißt, wenn ihr im Interviewtext zum Beispiel im Text stehen seht  „(Neptun)“, hat das nicht der Interviewpartner an dieser Stelle "Neptun" gesagt sondern es ist die astrologische Entsprechung zu dem, was an dieser Stelle gesagt wurde.

Das zwölfte Haus

Heute geht es bei uns um das zwölfte Haus. Da fangen wir fast schon wieder von hinten in der eigentlichen Reihenfolge der astrologischen Häuser an aber eigentlich auch nicht. Der Widder ist das erste natürliche Haus und davor kommt das Fische-Zeichen mit Neptun - natürlicher Herrscher von Haus 12. Das zwölfte Haus ist ganz eigen - denn es bildet Anfang und Ende des Horoskops gleichzeitig. Das zwölfte Haus steht unter anderem für die Schwangerschaft und den Tod im Sinne der Erlösung (Neptun). 

ZUSAMMENFASSUNG: Der natürliche Herrscherplanet des zwölften Hauses ist der Planet Neptun, das dazugehörige Zeichen ist das Tierkreiszeichen Fische.

Im zwölften Haus geht es um das kollektive Gefühl der Menschheit - hier sollen wir das irdische Dasein „transzendieren“. Das ist ein seltsames Wort: einfach gesagt heißt es: durch Entwicklung der Spiritualität über eigene Ego hinwegkommen“. Unsere Fähigkeiten und Talente aus diesem Haus sollen wir dem Kollektiv zur Verfügung stellen. 

ZUSAMMENFASSUNG: Planeten im zwölften Radixhaus werden dann positiv gelebt, wenn ihre Attribute anderen zur Verfügung gestellt werden. Im Gegensatz steht das sechste Haus (Jungfrau/Merkur), in dem wir uns um das eigene Dasein in unserem Umfeld kümmern sollen.

Schaffen für die Anderen

Das ist schon eine große Herausforderung. Naturgemäß verlangt unser Ego (Sonne) von uns, in erster Linie an uns selbst, unsere eigenen Wünsche und unser eigenes Wohlbefinden zu denken – bei aller Liebe zur Menschheit (Neptun)! Doch wir alle haben ein zwölftes Haus in der Radix. Die darin enthaltenen Talente, Gefühle und angezeigten Aktivitäten sollen wir ALLEN „schenken“ damit es allen besser geht. Man spricht hier auch von der Suche nach „Erlösung“ oder für gläubige Menschen, nach dem Göttlichen. 

Bei der Sonne (Umsetzung, Kreation) im zwölften Haus (Neptun) ist das eine besondere Herausforderung. Der Fokus der Sonne liegt auf der eigenen Persönlichkeit, auf dem Ego/ Ich. Andererseits sollen wir hier Mitgefühl, Mitmenschlichkeit, Hingabe, Achtsamkeit und Vertrauen (alle Neptun) erlernen und das Unbewusste anderen Menschen zugänglich machen. 

Das zwölfte Haus ist dem Element Wasser zugeordnet. Hier liegt der Fokus des Daseins weder auf der Eigenerhaltung, noch auf Paarbeziehungen, noch auf der Selbstverwirklichung für eigene Zwecke. Das zwölfte Haus gilt teilweise nebulös, flüchtig und schwer zu erfassen. Hier finden wir auch Illusionen und Täuschungen - erfahren wir über eine Täuschung, werden wir "ent-täuscht".

Das Ego transzendieren

Transzendenz zu erfahren kann für Horoskopeigner mit natürlich stark „Ich“-geprägter Betonung  - wie zum Beispiel starken Widder-, Löwe- oder Schütze-Themen (alle drei dem Element Feuer zugeordnet) eine besonders fordernde Aufgabe sein. Für andere "zu tun", fühlt sich womöglich stark im Widerspruch zu ihrer natürlichen Veranlagung an - andererseits prädestiniert sie ihre brennende Aktivität dazu.

Das zwölfte Haus – das Urmeer

Ein schöner symbolischer Vergleich für die Bühne, die das zwölfte Haus darstellt, ist das Bild des Urmeers oder das kollektive Unbewusstsein nach Carl Gustav Jung. Das zwölfte Haus enthält die geistigen Inhalte, die alle Menschen teilen – das geistige und seelische Erbe aller Zeiten, alle Archetypen und Bilder, die wir unbewusst erkennen.

Es ist quasi die Ursuppe, aus der wir alle kommen und in die wir alle zurückkehren, der Anfang und das Ende aller Dinge. Auch der Schlaf und die Träume werden dem zwölften Haus zugeordnet – diese öffnen uns den Zugang zum Unbewussten. 

Alles im zwölfte Haus liegt VOR dem Ursprung, das heißt, es ist nicht greifbar – flüchtig, nicht sichtbar, nicht konkret oder greifbar – hier findet sich die Musik (Neptun), der Gesang - flüchtige Worte (Merkur-Neptun, „flüchtige Bilder“wie Momentaufnahmen bei der Fotografie oder der Ausdruckstanz sowie Schall und Rauch.

Weiters geht es um Dienste aller Art für andere Menschen wie verbale Vermittlung von Lehrinhalten (auch Saturn-Merkur), Unterstützung, Seelsorge, Heilung, Hilfeleistungen (alle Neptun). Die unbewussten Themen der Menschheit (Kollektiv) sind im zwölften Haus zu finden und durch die Umsetzung (Sonne) im zwölften Haus sollen diese Inhalte in die Erscheinung getrieben werden – also für die Menschheit erfahrbar und spürbar gemacht. 

Das Unsichtbare erlebbar machen

Außerdem sind dem zwölften Haus Orte der Einkehr und der Heilung zugeordnet, wie Klöster und Krankenhäuser sowie Schwimmbäder, die Chemie, Berufe wie Künstler, Seefahrer, Kranlenker, Spirituosenhändler und Nachtlokalbesitzer (Berufe außerhalb oder abseits der „Norm“), das Nebulöse, das Unerklärliche, das Einsiedlertum, Meditation und Sportarten wie Yoga, fernöstliche Kampfkunst oder Tauchen (Mars-Neptun). Hier geht es um „Kämpfen ohne zu siegen“. 

Negatives Ausleben von 12-Haus Themen kann zum Beispiel in Isolation, Arbeitslosigkeit, Antriebslosigkeit, Einsamkeit oder in Süchten und Suchterkrankungen nach außen sichtbar werden.

Photocredit: Bild von Leandro De Carvalho from Pixabay

Was im Argen liegt - das zwölfte Haus als Symbol

Angesichts der verschmutzten Weltmeere und den Unmengen an Plastik ist das Unbewusstsein der Menschheit (12. Haus) womöglich sinnbildlich durch die Flut an Informationen (Zwillings-Merkur) und Konsumgütern (Stier) am Limit. Wir schaffen es kaum noch, uns auf das Wesentliche zu besinnen und Ideen oder Gedanken aus dem großen Ganzen (12. Haus) zu schöpfen weil wir uns „zumüllen".

Das ist der Nachteil des Handy-Zeitalters (Wassermann/Uranus). Der technische Fortschritt kommt im zwölften Haus (Wassermann/Uranus) zum Ursprung (Wassermann). Dank des Prinzips der Polarität (Wassermann) wird alles Gute und Schlechte aus dem Urmeer "an Land" gespült. (Zur Polarität werde ich noch schreiben.)

(Photocredit: Cristian Palmer auf Unsplash)

Nun aber zu unserem astrologischen Interview. Peter Dürr ist Sänger und hat die Sonne im zwölften Haus im Löwen. Er setzt seine Lebensfreude und Schaffenskraft (Sonne) für die anderen Menschen (12. Haus) ein, in dem er auf der Bühne (Sonne im Löwen) das Unbewusste durch Gesang (Neptun) vermittelt.

Die Umsetzung des Unbewussten - Interview mit Peter Dürr

Sternkundig: Peter, du bist Musiker – Sänger. Wolltest du schon immer Sänger werden?

Peter: Nein, bis zu meinem 16. Lebensjahr wusste ich gar nicht was ich werden wollte. Dann ab 16 wollte ich Sänger werden, das lag aber noch in weiter Ferne. Ich stand mit 16 zum ersten Mal auf der Bühne. Da empfand ich zum ersten Mal, eigentlich völlig unvorbereitet, dieses Gefühl, diese Mischung aus Angst, Überwindung und Befriedigung wenn man vor Menschen auf der Bühne steht. 

Sternkundig: Wie fühlst du dich während du singst? 

Peter: Das Gefühl in mir ist eigentlich immer das gleiche – es ist schwer zu beschreiben (Neptun). Einerseits fühle ich mich ganz mit mir allein und im reinen. Andererseits bin ich sehr verbunden mit den Mitmusizierenden und mit dem Publikum. Das Empfinden der Zusammengehörigkeit (12. Haus) ist mein Ziel. 

Sternkundig: Worüber singst am liebsten?

Peter: Das ist während des Singens (Neptun) eigentlich nebensächlich. Es geht mir um das Gefühl (Neptun) während des Singens, nicht um die Hirnlastigkeit. Das Wort fügt sich in diie Musik und steht nicht alleine im Vordergrund. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Worte und die Botschaft gleichgültig sind. Ich muss mit den Inhalten, die ich vermittle schon einverstanden sein. Das ist aber eher eine Sache, mit der man sich bei Erarbeitung beschäftigt. Auf der Bühne (Löwe) rufe ich dann unbewusst (Neptun) das Gefühl für die Worte, die ich während der Vorbereitung erarbeitet habe, auf einer anderen Ebene ab. Der Gesang muss dann aus dem Bauch heraus kommen. 

Sternkundig: Singst du am liebsten alleine oder würdest du auch in einer Gesangsgruppe singen?

Peter: Ich singe natürlich am liebsten alleine weil ich mir über die Jahre ein Gefühl des Frontmans aufgebaut habe, das mich in den Mittelpunkt stellt (Sonne im Löwen). Das bedeutet nicht, dass es im Kollektiv (12. Haus) nicht auch sehr schön und erfüllend sein kann, vorausgesetzt ich habe die zwischendurch auch die Möglichkeit, alleine zu glänzen (Sonne im Löwen). Reine Chorjobs als Background Vocals kämen für mich nicht in Frage. 

Sternkundig: Hast du ein Vorbild und warum?

Peter: Jeden Sänger, den ich spüren kann (Neptun). Es gab mitunter Sänger in der Geschichte des Rock’n Roll, die nicht das begnadete Intonationsvermögen hatten. Entweder ist etwas technisch so gut transportiert, dass es mich trifft oder energetisch so intensiv, dass es dieses  Hungergefühl in mir als Zuhörer, dieses völlig freie Rock’n Roll ohne interpretatorische Normen, stillt (12. Haus). 

Unstillbares Verlangen

Sternkundig: Was möchtest du den Menschen, die dir zuhören, vermitteln?

Peter: Genau dieses Gefühl, das ich habe, das ich als Zuhörer habe – bei vollem Einsatz. Es ist immer der in der Situation maximal mögliche Energieaufwand drinnen. Ich habe das unstillbare Verlangen (Neptun), musikalisch immer alles für das Publikum und mich „herauszuholen“ (12. Haus).

Sternkundig: Kannst du dir ein Leben vorstellen ohne Musik zu machen?

Peter: Nein. Die Musik ist ein wichtiger Baustein meines Seins, aber nicht der einzige. Ich habe nicht das Bedürfnis, mich ausschließlich über das Musik machen zu definieren. Dafür gibt es auch viel zu viel andere schöne Dinge im Leben. Dennoch wird nach einer gewissen Zeit der Drang auf die Bühne zu gehen (Sonne im Löwen) wieder wahnsinnig stark.

Sternkundig: Wo möchtest du mit der Musik eigentlich "hin"?

Peter: Ich möchte genau auf den schmalen Grat, der zwischen Erfolg und „man selbst bleiben“gezogen ist. Sobald ich Musik machen würde, die ausschließlich dafür konzipiert ist, breiten Massengeschmack zu bedienen und viel Geld zu verdienen und diese Gefühle beim Singen nicht mehr zulassen könnte, würde es für mich nicht funktionieren (Sonne im 12. Haus) Mit dieser Energie möglichst viele Menschen zu erreichen ist das Ziel – dieser schmale Grat. 

Sternkundig: Zum Abschluss - was denkst du über die Astrologie?

Peter: Bis vor zweieinhalb Jahren wusste ich nicht sonderlich viel darüber, abgesehen davon, dass es Sternzeichen und Aszendenten gibt. Da ich durch dich immer wieder mit Astrologie in Berührung komme, ist mir klar geworden, dass es nichts mit Kaffeesudlesen zu tun hat. Es sind jahrtausendealte Beobachtungen und ich erlebe anhand kleiner Beispiele, dass diese astrologischen Konzepte bei richtiger Deutung oder Anwendung sehr schlüssig und nachvollziehbar erscheinen (Neptun).

Sternkundig: Vielen Dank für das Interview! 

Peter: Gerne.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenbeginn!

Photocredit: Bild von DarkWorkX from Pixabay

26. Juli 2019

Zeitqualität im Horoskop – die Gunst der Stunde

Liebe alle, vor ein paar Tagen war es in allen Medien. Wien könnte bis zum Jahr 2050 so heiß werden wie die Stadt Skopje in Norden Mazedoniens. Zum einen wäre es sehr interessant, die Transite - die planetarischen Konstellationen im Jahr 2050 - auf ein Horoskop der Stadt Wien anzuschauen. Andererseits brachte mich das Thema auch sonst zum Nachdenken. Welche Änderungen bringt der Klimawandel bezüglich der Zeitqualität?

Siesta in Wien

Wer mich persönlich kennt, weiß ja, das mir der Klimawandel ein sehr großes Anliegen ist. Ich muss sagen, ich war zwar schon in Belgrad aber noch nie in Skopje. Um ein wenig ein Gefühl für das zukünftige Klima in Wien zu bekommen sah ich nach, welche Orte auf der Nordhalbkugel noch am 42. Breitengrad liegen. So zum Beispiel Porto Santo Stefano südlich von Grosseto in der Toskana. Dort legen zum Beispiel die Fähren auf die Insel Elba ab.

Das brachte mich auf den Gedanken, dass auch hier in Wien die Hitze zur neuen Normalität werden wird. Sollten wir da vielleicht unseren Tagesrhythmus am besten an den in Südeuropa anpassen? Kann sich das sonst noch jemand vorstellen? Es wäre schon eine ziemliche Änderung für den Durchschnittsösterreicher. Bei uns legen ja die meisten ihren Tagesablauf am liebsten in preussischer Manier gemäß den Qualitäten des Planeten Saturn an: diszipliniert, strukturiert, pflichtbewusst - zuerst wird gearbeitet, dann kommt das Vergnügen. Abweichungen sind da nicht vorgesehen! Zu Saturn werden wir noch sehr, sehr viel hören. 🙂

Die Zeitqualität am Morgen

Wie könnte ein neuer Tagesablauf im Einklang mit der Hitze aussehen? Ganz früh mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen die kühle Morgenluft um die Nase wehen lassen und gleich einmal mit einer Tasse Kaffee den ersten Schwung an Arbeit fertigstellen. Dann arbeiten bis die Mittagshitze zuschlägt. Schließlich eine Unterbrechung für die Siesta und dann in den kühleren Abendstunden noch einmal eine Schicht einlegen. Sehr interessant, was sich da für viele ändern würde. Wir hätten vielleicht komplett neue Tagesstrukturen. Eventuell sogar neue Schlafmuster wie der Polyphasische Schlaf, der im Mittelalter in Europa durchaus üblich war. Die neue Zeitqualität bringt neue Abläufe, neue Ideen...

Die Gunst der Stunde

Jedenfalls huldige ich heute der Hitze und teste gleich einmal den südeuropäischen Tagesmodus. Ich habe zwar das Glück, in der Früh leicht aufzustehen. Aber um diese Zeit sitze ich nur sehr selten am Schreibtisch - Zeitqualität hin oder her. Dafür habe ich das Pech, dass ich so gut wie nie ausschlafen kann. Selbst wenn ich zu spätester Stunde ins Bett komme, klappe ich nach ein paar Stunden die Augen auf. In der Früh bin ich wach wie ein Uhu und fit wie ein Turnschuh! Late nights don't work for Judy - das war aber nicht immer so!

Kaffee - der Diesel des Lebens

Jeder Tag beginnt mit der Suche nach Kreativität, Freiheit, Mut und Fantasie, wie auch dieser, und natürlich mit Unmengen Kaffee. Der Kaffeekonsum eines Menschen sagt übrigens meiner Erfahrung gemäß einiges über die Besetzung und Qualität des Planeten Mars im Horoskop eines Menschen. Mehr dazu wenn wir zum Thema Mars / Widder / 1. Haus kommen.

Unorthodoxerweise habe ich ja bei der Beschreibung der natürlichen Zuordnungen beim Thema Sonne / Löwe /5. Haus angefangen, das der derzeitigen Zeitqualität Ende Juli entspricht. Jetzt hole ich noch mehr Kaffee und es geht weiter mit unseren Horoskopen. 🙂

Deine persönliche Straßenkarte

Was ist noch mal genau ein Horoskop? AstrologInnen berechnen die Planetenstände zur exakten Stunde des Geburtszeitpunkts eines Menschen (oder eines Ereignisses) an seinem Geburts- oder Ursprungsort. Diese Abbildung nennen wir die Geburtsradix – besser bekannt als „das Horoskop“. 

Weiters analysieren AstrologInnen, in welchen Tierkreiszeichen und in welchen „Häusern“ (Horoskopbereichen) welche Planeten stehen. Dann schauen wir, wie sie miteinander verbunden sind („Konstellationen“). In jedem Horoskop-Bild lassen sich bestimmte Merkmale der Zeit erkennen und dadurch wird das Horoskop zu einer Art Straßenkarte. Wichtig ist: wie und ob ich diese Karte nutze, um ein Ziel zu erreichen, bleibt mir selbst überlassen. Ein Horoskop ist kein Gesetz, Vorbote oder Garant für Glück oder Unglück!

Ain't No Mountain High Enough

So wählen manche symbolisch am liebsten den kürzesten aber langweiligsten Weg um wohin zu kommen. Andere fahren gerne etwas länger auf einer szenischen Route und genießen die Landschaft, wieder andere klettern über die steilsten Felsen und Berge obwohl ein wunderbar bequemer Wanderweg wohin führt, der zwei Stunden kürzere Gehzeit bedeutet. So ist es auch im Leben!

Aha, und wieso diese Horoskop-Karte etwas bringen? Da kann ja jeder irgendetwas sagen.

Woher beziehen AstrologInnen eigentlich ihr Wissen? Die Menschen beobachten die Sterne seit Jahrtausenden - da hat sich ein immenser Schatz an Erfahrungswerten angesammelt. Die Vergangenheit der Menschheit bietet eine unerschöpfliche Vielfalt an Eindrücken, die ebenso zukunftsweisend sind.

Die Astrologie gewährt entsprechend "Einblick", welche Konstellationen für das Dasein eines Menschen oder eine Unternehmung günstig sind und wo die Herausforderungen gemäß der Zeitqualität liegen. Es ist für mich als Astrologin immer wieder erstaunlich, wie viel sich für KlientInnen im Zuge oft nur einer einzigen astrologischen Beratung herausstellen, ergeben und verändern kann!

Die Zeichen der Zeit

In diesem Sinne ist die Astrologie die Symbolsprache, die die Menschheit verbindet und AstrologInnen sind die Übersetzer dieser Sprache. Dahingehend sind die Planeten für unsere Zwecke symbolische Instrumente, ähnlich Uhren oder Thermometern. Ihr Stand zeigt uns die Zeichen der Zeit - die Zeitqualität. Jeder Planet und jede Konstellation kann als produktive Ressource oder Herausforderung gelebt werden! 

Der Begriff "Zeitqualität"

Die „Zeitqualität“ist ein weiterer wichtiger astrologischer Begriff. Üblicherweise assoziieren wir im Alltag mit den Ausdruck "Zeit" den messbaren Ablauf der Dinge (bei den alten Griechen hieß der quantitative Zeitbegriff "Chronos"). Die Zeitqualität, die jedoch die Gunst der Stunde symbolisiert, nannten die alten Griechen "Kairos".

Auch meine Lieblingserklärung zum Begriff Kairos lässt sich symbolisch anhand der Merkmale der vier Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel beschreiben. Sagen wir, es ist heiß - und wir fühlen uns wohler, wenn wir luftig angezogen sind und keine dicke Winterjacke tragen. Im Winter, wenn Eis und Schnee liegen, fühlen wir uns zumeist wohler, wenn wir nicht in der Badehose draußen sind. Genauso fühlen wir uns seelisch dann wohl, wenn wir entsprechend unseres Horoskops im Einklang mit der Zeitqualität leben anstatt gegen die Zeitqualität.

Woher weißt du was gerade für mich gut ist?

Was für dich gut ist, kannst nur du entscheiden - die Astrologie bietet lediglich Einblicke. Der wichtigste Einblick im Horoskop ist die sogenannte Anlage. Jeder von uns wird mit einer eigenen größeren Aufgabe – der Anlage – geboren. Diese Aufgabe entspricht der einzigartigen Momentaufnahme der himmlischen Konstellationen zum exakten Zeitpunkt der Geburt. Wenn es genau interessiert - diese Anlage sieht man im Aszendent und seinen Merkmalen. Der Aszendent ist jenes Tierkreiszeichen, dass zum Zeitpunkt der Geburt (oder des Ereignisses) am östlichen Horizont aufging - den eigenen Aszendenten kennen auch viele. Aber was hat es damit wirklich auf sich? In Wirklichkeit ist er nämlich wichtiger als das Sonnenzeichen!

Aszendent und Anlage

Viele Menschen sind der Meinung, dass in der Astrologie der Aszendent symbolisiert, "wie man im Alter wird". Das ist im weitesten Sinne - falsch. Der Aszendent zeigt an, welche große Aufgabe die Zeit für den Horoskopeigner bereithält. Die Stellung der Planeten zeigt die verfügbaren Ressourcen an, die für den Horoskopeigner zur Verwirklichung dieser "Lebensaufgabe" bereit stehen.

Zusammenfassend: aus der Geburtsradix können AstrologInnen die Anlage herauslesen:

Was ist deine Lebensaufgabe im weitesten Sinne?
Welche Ressourcen stehen dir dafür zur Verfügung?
Mit welchen Herausforderungen könntest du dich dabei konfrontiert sehen?

Es kommt oft vor, dass KlientInnen im Zuge der astrologischen Beratung ihre Anlage erfahren und endlich verstehen, WARUM sie "ticken" wie sie ticken - warum es sie immer in eine bestimmt Richtung gezogen hat oder warum es bestimmte Herausforderungen gibt. Das sind dann Momente wie: „Aha, jetzt verstehe ich endlich, warum mir meine Gesundheit so wichtig ist, “ oder „Ja, das war schon immer so, jetzt weiß ich endlich, warum!“

Leben wir unsere Anlage harmonisch, setzen unsere Ressourcen gut und stimmig ein, gleicht uns Leben einem wunderschönen, blühenden Blumengarten.  🙂

Transite - welche Zeitqualität ist günstig?

Da sich ja die Planeten immer weiter bewegen, entstehen dann ab dem Geburtszeitpunkt im Bezug zum Geburtshoroskop immer neue Konstellationen. sogenannte Transite. Aus diesen Transiten ist AstrologInnen ersichtlich, welche Aufgaben in der persönlichen Entwicklung der KlientInnen zu bestimmten Zeiten bevorstehen. Wir sehen ob sie herausfordernd werden könnten, welche Vorhaben begünstigt sind, welche Maßnahmen als Ressourcen zur Verfügung stünden.  

Einige Beispiele für Themen bei Beratungen - sogenannte Anliegen - sind: Ist es der richtige Zeitpunkt um sich künstlerisch zu verwirklichen? Warum gibt es gerade jetzt so viel Streit in meiner Familie? Soll ich mich jetzt selbstständig machen oder erst in zwei Jahren? Soll ich diese Stelle annehmen? Wie kann ich meine Beziehung harmonischer gestalten? Warum habe ich immer nur Affären? Warum bringe ich gefühlt kein Projekt zu Ende?

Die Antworten auf diese und unzählige andere Fragen stellt uns die Astrologie schlüssig bereit!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

(Photocredit: Danielle MacInnes, Unsplash)

24. Juli 2019

Strand, Sand und Sonne in Löwe

Liebe alle,

es ist Löwe-Zeit, brüllt der Astrologe! Was soll das jetzt wieder heißen, fragt der normale Mensch. Sonne ging in Löwe und die Zeitqualität ändert sich wieder einmal!

Der Löwe ist los and he will let you know

Menschen, die im „Sternzeichen Löwe“ geboren sind, wissen, dass sie demnächst Geburtstag haben. Da steht garantiert eine Feier an - Löwebetonung im Horoskop ruft nach der Party des Jahres. Da ist dann auch das in der Frauenzeitschrift das kleine „Horoskop für Löwen“ besonders eingefärbt und steht über den anderen. 

In Wien ist es heiß und sonnig - Badewetter! Heute geht es hier im Sternkundig-Blog um die natürliche Zuordnung der Planeten zu den Häusern und Tierkreiszeichen bevor ihr euch (hoffentlich) in die Fluten werft. Oder unterm weißen Sonnenschirm einen Cocktail schlürft.

Da das astrologische Jahr im Frühjahr mit dem Eintritt der Sonne in das Widder-Zeichen anfängt, würde sinnvollerweise das Widder-Zeichen als Beispiel dienen. Doch da jetzt „Löwe-Zeit“ ist, möchte ich die strukturierte Herangehensweise heute ein wenig beiseite lassen. Dazu bin ich nämlich viel zu faul. Ich schaffe es gerade, die riesige Sonnenbrille im Haar zurechtzurücken. 🙂

Wem das mit Planeten, Zeichen und Häusern jetzt zu banal und einfach ist: für erfahrene AstrologInnen und fortgeschrittene Astrologie-Interessierte gibt es übrigens einige sehr gute und anspruchsvolle Blogs. Meine Lieblingsblogs sind zum Beispiel Hofastro oder die Astrologie-Zeitung von Loop.

Im Sternkundig Blog möchte ich möglichst einfach verständlich schreiben. Bitte lasst mich jederzeit wissen ob ich das auch so hinkriege!

Die Tierkreiszeichen

In der westlichen Astrologie gibt es zwölf Tierkreiszeichen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. 

Wenn jemand von sich sagt, er oder sie ist „Sternzeichen Löwe“ (der Astrologe sagt „Sonnenzeichen Löwe“), so bedeutet das, dass derjenige zwischen 24. Juli und 23. August geboren wurde – der Zeit, in der die Sonne im Tierkreiszeichen Löwe steht. Nicht mehr und nicht weniger. 

(Das Tierkreiszeichen Löwe entspricht aufgrund eines Phänomens bekannt als Präzession nicht exakt dem Sternbild Löwe, ebenso wenig die andere Zeichen – doch das wäre hier zu viel Detail. Wer möchte, kann gerne dazu recherchieren.) 

Der feurige Löwe

Jedes der Tierkreiszeichen ist einem bestimmten Element – Feuer, Erde, Luft oder Wasser zugeordnet – so zum Beispiel der Löwe dem Feuer. 

Noch einmal zur Erinnerung: jedes Horoskop enthält alle zwölf Zeichen und verschiedene Planeten in verschiedenen Tierkreiszeichen.

Ein Horoskop ist ein einzigartiges und komplexes Abbild der verschiedenen Anteile – niemand hat nur Löwe- oder Stier-Anteile. Manche Menschen leben eventuell nur bestimmte Anteile. Im Zuge einer persönlichen Beratung können die anderen Anteile zum Leben erweckt werden.

Zurück zum Löwen. Schauen wir das Foto an. Die Karten auf dem Foto sind übrigens entnommen aus dem Kartenset „Astrologie leicht gemacht“* von Ilka Plassmeier, das für Interessierte Anfänger wunderbar zum Einstieg geeignet ist. Leider ist das Foto nicht toll, mit dem Handy gemacht - hello Chillax in der Löwezeit! Aber für unsere Zwecke ist es ausreichend.

Natürliche Zuordnungen

Jedem Tierkreiszeichen entsprechen ein Planet und ein Haus. 

Wir haben zwölf Tierkreiszeichen.

Dementsprechend gibt zwölf Häuser im Horoskop - jedem Zeichen ist natürlich ein Haus zugeordnet.

Andererseits verwenden wir in der astrologischen Deutung neun Planeten.

Das geht sich nicht aus, sagt der aufmerksame Leser. Richtig – insgesamt vier der Tierkreiszeichen müssen sich jeweils zu zweit einen Planeten teilen – nämlich Stier und Waage die Venus und Zwillinge und Jungfrau den Merkur. (Dazu kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt.)

Wer macht was und wo?

Wir können uns die zwölf Horoskopbereiche vorstellen. (Das sind die Abtrennungen im Bild des Horoskops.) Diese Bereiche nennen wir "Häuser". Sie sind symbolisch wie Tempel oder Bühnen, auf denen das Theaterstück des Horoskopereignisses aufgeführt wird. Ein Haus zeigt den Lebensbereich (oder Ereignisbereich) an WO etwas passiert.

Die darin befindlichen Planeten sind die Schauspieler und zeigen WAS auf der Bühne aufgeführt wird. Die Frage ist hier: WORUM GEHT ES? 

Auf welche Art und Weise – also WIE – sich die Planeten-Schauspieler auf der jeweiligen Haus-Bühne aufführen, zeigt das Tierkreiszeichen (oder manchmal zwei Tierkreiszeichen) an, in dem das Haus sich befindet. 

Sonne/Löwe/Das fünfte Haus

Das Löwe-Zeichen ist der Sonne und dem fünften Haus zugeordnet. 

Die Sonne symbolisiert im Horoskop im weitesten Sinne die Art der Umsetzung, die Selbstdurchsetzung, die Vitalität, die Lebensfreude und die Kreativität. Sie zeigt wie wir die Dinge anpacken, wie wir uns darstellen, den Kern unserer Persönlichkeit.

Das Tierkreiszeichen Löwe zeichnet sich (unter anderem) durch Begeisterung, Freude, Stolz, Selbstbewusstsein, Streben ins Zentrum, Präsentation, Selbstverwirklichung, Freude am Feiern und am Leben und Dominanz aus. 

In jedem Horoskop ist das fünfte Haus der Bereich, wo sich der Horoskop-Eigner selbst darstellt oder der Wesenskern eines Ereignisses dargestellt wird. Im fünften Haus möchte unsere Selbstverwirklichung zum Ausdruck kommen. Hier möchten wir unsere wahre Persönlichkeit zeigen.

WICHTIG: Wir reden hier nur zum Einstieg über die sogenannte „natürliche Zuordnung“. Was SYMBOLISIERT gerade dieser Planet, dieses Zeichen, dieses Haus? 

Im Real Life stehen je nach Horoskop (Zeitpunkt des Ereignisses) bestimmte Planeten in bestimmten Häusern in bestimmten Zeichen. Zum Beispiel kann auch das Stier-Zeichen das fünfte Haus beherrschen. Oder der Planet Merkur darinstehen sowie jeder andere Planet. Es heißt nicht, dass in jedem Horoskop im fünften Haus die Sonne im Löwen steht! Wo was wie steht, ist in jedem Horoskop anders.

Entfessele das Tier in dir

Wie möchten wir denn den Löwe-Anteil in uns zum Ausdruck bringen? Der „Löwe“ – also der im Löwe-Zeichen geborene – könnte zum Beispiel eine tolle Geburtstagsparty in weiß am Swimming Pool oder im angesagten Club schmeißen. Shopping und mit viel neuem Glitzerschmuck oder Animal-Print Accessoires alle Blicke auf sich ziehen. Unter bewundernden Blicken ein Lokal betreten. Überlegen ein eigenes Unternehmen zu starten.

Wir können uns auch schön faul auf einen Liegestuhl legen, einen Eiskaffee schlürfen und einfach in die Sonne blinzeln. Oder zum Friseur gehen - der Friseurberuf und -besuch sind astrologisch dem Löwen zugeordnet (Stichwort Mähne!) Oder wir besuchen ein Rockkonzert oder eine Theateraufführung und genießen die Aufführung auf der Bühne. Wer hier mehr Tatendrang verspürt, fängt endlich an, das Buch zu schreiben oder packt sogar die Staffelei aus oder hält eine Rede. Wer wirklich voller Energie ist, organisiert ein Feriencamp für Kinder und macht den ganzen Tag Spiele mit ihnen! 🙂

So und jetzt ab an den Pool mit euch! Falls ihr Fragen habt, bitte fragen! Noch einen sonnigen Tag und bis zum nächsten Mal! 

*Dieses Produkt ist eine persönliche Empfehlung von mir und wird im Rahmen meiner Themenauswahl im Sternkundig-Blog vorgestellt. Da dieser Beitrag eine Marken- und Produktnennung enthält, was nach derzeitiger Rechtslage als Werbung gilt, kennzeichne ich ihn als WERBUNG. Beim Verkauf dieses Produktes wird jedoch keine Provision an mich ausgeschüttet. 

27. Juni 2019

Willkommen bei Sternkundig!

Liebe alle,
nach gefühlten tausend Jahren ist es so weit und ich darf meine Gedanken und Ideen zur Astrologie mit euch in meinem Blog auf Sternkundig Astrologie teilen – endlich! Ihr wisst ja wie das ist, es passiert so viel und ständig und ich muss noch tausend Mails checken - aber jetzt ist es soweit. 

Was ich mir wünsche

In diesem Blog möchte ich euch die Welt der Astrologie näher bringen und den Platz zu schaffen, der ihr gebührt. Ich schreibe absichtlich "Platz" und nicht "Raum", denn für mich ist ein Platz nach oben offen und ein Raum nicht. Diejenigen von euch, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich davon überzeugt bin, dass die Astrologie ein faszinierendes und unerschöpfliches Instrument ist, um den Alltag, ja das ganze Leben, einfacher und harmonischer zu gestalten.

Sternkundig Blog - Kleine Sternchen*

Mein Sternkundig Blog heißt ja "Asterisken". Wikipedia definiert Asterisken als "Sternchen als Hinweis auf eine Fußnote bzw. als Kennzeichnung von erschlossenen, nicht belegten Wortformen". Kurze und leicht verständliche Informationen rund um den astrologischen Kosmos - die möchte ich euch bieten, so oft es geht.

Auf unkonventionelle Art über allerlei Kurioses und Erstaunliches betreffend Himmel und Erde schreiben. Um die Astrologie ranken sich Märchen, Mythen und Missverständnisse. Es gibt unendlich viel gemeinsam zu entdecken! Also schaut doch regelmäßig hier im Blog vorbei - und wundert euch nicht über den seltsamen, holprigen Schreibstil - die Suchmaschinenoptimierung lässt grüßen und ich möchte so viele Menschen wie möglich erreichen.

Du bist was? Astrologin? Na echt jetzt?

Fangen wir doch sogleich mit meinen fünf Lieblingsfragen, Aussagen und Halbthesen zur Astrologie an. Gleich Maulwürfen aus ihren Löchern tauchen diese Fragen immer wieder in Gesprächen auf. Sie zeigen die Sichtweise der Öffentlichkeit über AstrologInnen und die Astrologie - und das möchte ich ändern.

Du bist Astrologin? Kannst du mir sagen, wann ich endlich einen g’scheiten Mann kennenlernen werde? 

Wann kommt der Märchenprinz? Partnersuche und Partnerschaft sind Themen, die wirklich in so gut wie jeder astrologischen Beratung als Teil des „Anliegens“ angefragt werden. Das Anliegen ist übrigens die Bezeichnung für das Thema einer astrologischen Beratung - also die Hauptfrage, um die sich die Beratung dreht.

Wie mit allem im Leben verhält es sich auch bei der Partnersuche so, dass der zur Lebenssituation passende Partner zum richtigen Zeitpunkt auf der Bildfläche erscheint. Eine konkrete Aussage zu Datum und Uhrzeit dieses Zeitpunkts wird euch kein seriöser Astrologe machen, denn wir sind keine Kaffeesudleser.

Hingegen kann man aber in einer astrologischen Beratung verblüffend gut ausarbeiten, warum noch kein Partner auf der Bildfläche „erschienen“ ist oder wo die Probleme in einer bereits bestehenden Partnerschaft wurzeln.  Ja, wirklich wahr!

Du bist Astrologin? Also irgendwie glaube ich schon daran – weil das Horoskop in der Zeitung manchmal stimmt.

Leider nur in der Zeitung sind sie uns allen erhalten geblieben: die „Ruinen“ der Astrologie, die ihre Blüte in Europa im späten Mittelalter hatte. Zeitungshoroskope in diversen Boulevard-Blättern werden gerne von vielen LeserInnen zumindest überflogen. Es ist ja auch interessant, von wie vielen Menschen die Astrologie als "Glaubensfrage" interpretiert wird - wie eine Religion.

Tatsächlich sind diese kleinen Barnum-Aussagen in den Zeitungshoroskopen computergeneriert und bieten nur zweifelhaften Unterhaltungswert. Sie haben tatsächlich nichts mit der Astrologie gemein. Die wahren Schätze der Astrologie können wir alle in unseren Alltag integrieren. Aller Anfang dazu liegt nicht in den Horoskopen der Kronen-Zeitung, sondern einfach in der Beobachtung, was um uns herum passiert. (Zu den Themen Beobachtung und Wahrnehmung werdet ihr hier noch eine Menge lesen.)

Du bist Astrologin?  Ich bin Schütze und mein Freund ist Krebs. Ich hab gehört das passt eh nicht zusammen – stimmt das? 

Das häufigste Szenario überhaupt: ich erzähle, dass ich Astrologin bin und mein Gegenüber sagt: „Super, ich bin im Sternzeichen Schütze! Die sollen ja stürmisch sein – aber was heißt das genau? Mein Freund ist Krebs, der soll angeblich sanfter sein, ist er aber überhaupt nicht. Heißt das, wir passen nicht zusammen?“

Was das genau heißt? Es heißt genau, dass wir ungefähr so viel über den Menschen mit Sonnenzeichen Schütze wissen, als hätte er mir gesagt, er fährt einen Golf und der Freund einen Minivan. Also sehr wenig! Ein astrologischer Partnervergleich würde hier aufschlußreich sein - und den kann man nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Partneranliegen können ebenfalls im Zuge einer astrologischen Beratung bearbeitet werden - das Einverständnis beider Partner vorausgesetzt.

Und genau solche Missverständnisse sind perfekt als Themen für den Sternkundig Blog. Ich möchte darüber schreiben, was uns die Astrologie alles bietet, nämlich so viel mehr als Mutmaßungen über die einzelnen Sonnenzeichen und ihre vermeintlichen Attribute. Ich möchte mit dem Halbwissen über die Astrologie aufräumen und zeigen, wie viel Schönes, Buntes und Einzigartiges in jedem von uns darauf wartet, dass wir es in unseren Leben zum Vorschein bringen. 

Du bist Astrologin? Das hätte ich mir jetzt nicht gedacht, dass jemand wie du aus einer Familie von Wissenschaftlern an so einen Blödsinn glaubt. 

Ich komme aus einer großen Familie, in der Naturwissenschaftler und Ärzte seit mehreren Generationen prominent in der Mehrzahl vertreten sind. Da habe ich einen schweren Stand, andererseits ist es großartig weil es viel Platz für Diskussionen gibt.

Dann gibt es noch die harten Gegner. Richtige Astrologiegegner stellen die Astrologie gerne als esoterisches Feindbild der Naturwissenschaften hin, dass sie mit Gift und Galle bekämpfen. Weltweit werden auch seriöse AstrologInnen mit undurchsichtigen Kartenlegern, Hellsehern, Kaffeesudlesern und Gurus aus dem Shopping-Kanal im Fernsehen in einen Topf geworfen.

Meine Beobachtung: die meisten Astrologiegegner haben sich nicht einmal mit den grundlegendsten Ansätzen der Materie beschäftigt, geschweige denn die Astrologie im Detail studiert. Ich hingegen diskutiere gerne auf Augenhöhe mit anderen, die sich informiert haben. Offenheit und Intuition, die ebenfalls wichtige Bestandteile der Astrologie sind, werden verhöhnt und unter den Teppich gekehrt. Ich lade solche Gegner gerne zu fundierten Diskussionen ein, nachdem sie sich zumindest in den Grundzügen mit der Astrologie beschäftigt haben - nur lehnen das die meisten mangels wirklichem Interesse an einer fundierten Diskussion ab.

Mein Gegenbeispiel: Ich habe zum Beispiel betreffend den Tennissport keinerlei Kenntnisse. Null. Nada. Ich weiß weder woher der Sport kommt, wer gut spielt, wie gespielt wird oder welche Regeln gelten. Daher diskutiere ich nicht mit Menschen, die sich auskennen, über Tennis. Aber an die Tennisexperten hier: natürlich werde ich mich melden sobald ich mich in die Materie eingelesen habe. 🙂

Die wenigsten Menschen wissen, dass die Werkzeuge der Astrologie in fast allen Bereichen des Lebens unterstützend eingesetzt werden können - in der Pschychologie, der Alltagsgestaltung, der Immobiliensuche, der Reiseplanung, und vielen mehr. Werdet ihr lesen.

Du bist Astrologin? Aha, und wozu soll das gut sein? Schaust du da in deine Glaskugel oder was? 

Nö. Obwohl das echt cool wäre....ich sehe da einen schwarzhaarigen Mann im September in dein Leben treten....dann könnte ich bedeutsam mit den Händen wacheln....also so eine Glaskugel wäre auch sehr stylish am Schreibtisch. Spaß beiseite.

Wie arbeiten AstrologInnen tatsächlich? Ich berechne die Planetenstände zur exakten Stunde der Geburt eines Klienten oder einer Klientin an seinem oder ihrem Geburtsort. Früher wurde das händisch gerechnet, heutzutage haben wir dafür großartige Software. Ich persönlich verwendet das Programm Sarastro von Peter Fraiss, bei dem ich auch meine Ausbildung zur Diplomastrologin gemacht habe.

Die Planetenstände werden als Bild angezeigt. Dieses Bild nennt der Astrologe die „Geburtsradix“, im Volksmund sagt man vereinfacht „Horoskop“ dazu. So sieht das Horoskop der "Geburt" dieses Blogbeitrags aus (erstellt mit Sarastro Software):

Wir können für jedes Ereignis Horoskope ausrechnen – für Geburten, Veranstaltungen, Begegnungen, sogar für jeden Planeten in einer Radix. Wir können Horoskope von Menschen vergleichen, das Horoskop eines Ereignisses einem Menschen gegenüberstellen, Gruppenhoroskope errechnen – es ist ein unerschöpfliches Thema (zu dem ich hier noch viel schreiben werde). 

Ich freue mich auf eure Ideen und Anregungen für den Sternkundig Blog. Eure persönliche astrologische Beratung könnt ihr hier buchen!

(Photocredit: Kristopher Roller, Unsplash)

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